Fragwürdiges Handeln der BKW

Leserbrief zur Mühleberg II-Abstimmugn vom 13. Februar 2012

Mit der grossen Kelle rühren die Befürworter des AKW-Neubaus in Mühleberg die Propagandatrommel. Was diese gross angelegte Kampagne kostet und wer diese mit welchen Mitteln finanziert ist unklar. Klar allerdings ist seit dem 10. Januar, dass die BKW ihr Engagement für erneuerbare Energien reduziert. Wahrscheinlich investiert der Energiekonzern lieber in die Kampagne zur Förderung der AKW-Akzeptanz in der Bevölkerung. Das gute Recht eines Unternehmens, für seine Eigeninteressen einzustehen – könnte man meinen. Für eine Aktiengesellschaft hingegen, deren Aktienmehrheit beim Kanton Bern liegt, ist dieses untransparente Handeln zumindest sehr fragwürdig.

 

Ein neues Atomkraftwerk in Mühleberg wird mehrere Milliarden Franken kosten; die genauen Zahlen stehen in den Sternen. Dieses Geld würde uns bei einem Ja am 13. Februar für den Ausbau von erneuerbaren Energien fehlen. Darum ist jede Stimme gegen neue AKW eine Stimme für erneuerbare Energien.