Der ökologische Fussabdruck steht in keinem Zusammenhang mit der Zuwanderung!

Leserbrief als Antwort auf den Leserinnenbrief von Anne-Marie Rey, Zollikofen, aus der Bund-Ausgabe vom 6. März zu „Ecopop-Initiative: Zerreissprobe für die Grünen“, Der Bund vom 4. März:

Frau Rey stellt richtigerweise fest, dass die Grünen mit ihrer Volksinitiative für eine Grüne Wirtschaft anstreben, den ökologischen Fussabdruck der Schweiz bis 2050 auf Eins zu reduzieren. Was die Schreibende aber offenbar nicht verstanden hat ist, dass der ökologische Fussabdruck in keinem Zusammenhang steht mit der Zuwanderung, denn das Modell des ökologischen Fussabdrucks macht nicht Halt vor nationalstaatlichen Grenzen, es ist eine globale Messgrösse. Dass das Wirtschaftsmodell des dauernden ungebremsten Wachstums irgendwann (wahrscheinlich bald) an die zwei physischen Grenzen – die Knappheit der Ressourcen und die Belastbarkeit der Menschen – stossen wird ist richtig. Aber Abschottung und Nationalismus waren zur Lösung globaler Herausforderungen schon immer schlechte Berater. Darum ist der Ecopop-Vorlage entschieden entgegen zu treten, was die Grünen richtigerweise auch konsequent machen.