Bundesverwaltungsgericht erkennt was BKW und ENSI verpennt haben

Überrascht und mit einer gehörigen Portion Freude konnte ich heute den Medien entnehmen, dass das Bundesverwaltungsgericht den Beschwerden von Anwohnerinnen und Anwohnern rund um den Schrottreaktor Mühleberg Folge geleistet hat. Der BKW wird die unbeschränkte Betriebsbewilligung entzogen, das heisst das Risikokraftwerk muss im nächsten Jahr vom Netz. Sofern die BWK nicht ein umfassendes Sanierungskonzept vorlegen kann. Ich gehe davon aus, dass eine solch umfangreiche Sanierung sich rein wirtschaftlich nicht rechnen würde, da das AKW gemäss dem Aussteigsszenario des Bundesrates zwischen 2019 und 2022 ohnehin vom Netz müsste. Die Zeichen für eine baldige Abschaltung Mühlebergs stehen also gut.

Jahrelang haben wir Grüne zusammen mit unzähligen weiteren Verbänden und Parteien gegen das Uraltkraftwerk protestiert und gekämpft. Das AKW Mühleberg ist nicht sicher. Das haben BKW und ENSI systematisch ignoriert. Nun hat das Bundesverwaltungsgericht mit seinem Urteil dem ENSI und dem UVEK ein miserables Zeugnis ausgestellt und damit bewiesen, dass unsere Kritik an den Kontrollorganen der Schweizer Atomkonzerne nicht nur gerechtfertigt, sondern ausgesprochen wichtig war und ist.

Jetzt sind die BKW und der Berner Regierungsrat gefordert. Sie müssen nun das Aussteigsszenario präsentieren und sicherstellen, dass die Umstellung vom tödlichen Atomstrom zu Strom aus erneuerbaren Energiequellen reibungslos von statten geht. Trotz dem vorgebahnten Atomausstieg in der Schweiz haben die BKW und der Regierungsrat alle Zeichen missachtet und nicht bereits im Voraus die Stilllegung des AKW Mühleberg beschlossen. Diesen Fehler müssen sie nun innert kürzester Zeit ausbügeln und zwar mit Hochdruck!

Und wir, wir bleiben dran: Nächsten Sonntag, 11. März alle heraus zum MenschenStrom gegen Atom! Mehr Infos: www.menschenstrom.ch