Alles andere als ein deutliches Ja zur Mitfinanzierung am Monsterprojekt

Als bekannt wurde, dass am heutigen Tag die Thuner Stimmbevölkerung über die Mitfinanzierung der Stadt Thun am Prunkbau Schlossbergparking abgestimmt werden würde, hat sich neben einem gutbetuchten Pro-Komitee auch ein finanziell weniger potentes Gegen-Komitee gegründet. Zusammen mit den jungen grünen bern allein auf weiter Flur stieg das Komitee „Kein Blankoscheck fürs Schlossbergparking“ in diesen David-gegen-Goliath-Kampf. Den Parolen von Gemeinderat, Stadtrat, Wirtschaftsverbänden, VCS, Thuner Tagblatt und fast allen Parteien galt es Stirn zu bieten.

Beachtliche 47.45 % der Thuner Bevölkerung konnte der David mit seinen Bedenken dem Projekt gegenüber erreichen und gewinnen! Die Zweifel am als unumstritten verkauften Projekt sind im Souverän doch ziemlich gross. Für die jungen grünen bern ist dieses knappe Ergebnis – wenn auch kein Sieg – erfreulich. Und selbstverständlich freue ich mich auf die verkehrs- und parkplatzfreie Innenstadt und darauf, dass nun scheinbar alle Probleme der Stadt Thun gelöst werden. Mit 6 Millionen Franken fällt jedoch der Preis dafür relativ hoch aus.

Ich wünsche dem Totalunternehmer und den Verantwortungsträgern bei Stadt und Parkhaus Thun AG alles Gute für den Bau des Schlossbergparking und verbleibe in der Hoffnung, nie eine „wir haben es doch gesagt“-Situation erleben zu müssen.